Weihnachten in der City – Knauber gestaltet die Kulisse der Stadtkrippe im Bonner Münster

Wer zwischen seinen Weihnachtseinkäufen in der Bonner Innenstadt im Münster vorbeischaute, konnte „Weihnachten in der City“ einmal anders erleben – vielleicht auch ursprünglicher als im Trubel vor den Türen des Münsters. Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher und die katholische Citypastorale haben sich 2013 entschieden, ihre Krippe umzugestalten und die Weihnachtsgeschichte in unsere heutige Zeit zu transferieren. Für die Gestaltung holte Msgr. Wilfried Schumacher Knauber ins Boot. Unsere Mitarbeiter planten und bauten die Szenerie. So wurde Bonn zur Kulisse der neuen Stadtkrippe.

Interview:

Wir haben Stadtdechant und Münsterpfarrer Msgr. Wilfried Schumacher gefragt:

Wie kam die Idee zu einer Milieu-Krippe in Bonn auf?

„Schon seit langer Zeit hatten wir überlegt, die Krippe im Bonner Münster mit deutlichem Bezug zur Gegenwart zu gestalten. Die Botschaft von Weihnachten ist für uns Christen keine Geschichte aus vergangenen Tagen, sondern sehr aktuell. Unser Glaube, dass Gott Mensch geworden ist, betrifft jeden Menschen; denn Gott hat unser Menschsein geteilt, von der Geburt bis zum Tod am Kreuz. Das eröffnet unserem Leben eine neue Dimension. Wir glauben, dass unser Leben nicht mit dem Tod endet, sondern ewig sein wird bei Gott. Da liegt es nahe, einen zentralen Inhalt dieser Botschaft, nämlich die Geburt Jesu in der Armut von Bethlehem, nicht in einer scheinbar historischen Kulisse oder in einer Phantasie-Umgebung darzustellen, sondern als ein Ereignis mitten unter uns. Übrigens haben dies im Laufe der Jahrhunderte viele Künstler getan, die zum Beispiel das weihnachtliche Geschehen in einer Kulisse ihrer Zeit malten. Der heilige Franziskus von Assisi, der die erste Krippe im Jahre 1223 schuf, hatte die Idee, den Menschen seiner Zeit die Armut zu zeigen, in der Jesus zur Welt gekommen ist. Mit unserer Bonner Stadtkrippe ist uns diese Aktualisierung der biblischen Botschaft wohl auch gelungen.

Wenn sich etwa zwei Frauen aus der Bibel in einem Straßencafé treffen oder Jesus in einem Flüchtlingszelt zur Welt kommt, wenn ein Obdachloser in allen Szenen zu sehen ist und sich Maria und Josef unterwegs in die Schar der Wartenden am Busbahnhof einreihen, dann wird für den Betrachter deutlich, was die Heilige Schrift meint, wenn sie diese Geschichten, die dahinter stecken, erzählt. Und dies alles vor der Silhouette der Gebäude, die uns aus unserer Stadt sehr vertraut sind. Das spricht eine deutliche Sprache.“

Warum haben Sie sich für eine Zusammenarbeit mit Knauber entschieden?

„Als wir im Sommer 2013 den Beschluss fassten, unsere Krippe neu zu gestalten, ahnten wir nicht, dass der „Teufel“ wie so oft im Detail steckte. Uns wurde schnell klar: Wir brauchen professionelle Hilfe. Da das Unternehmen Knauber ein altes Bonner Unternehmen ist, das sich auch dadurch auszeichnet, dass ihm die Entwicklung seines Standortes wichtig ist, und ich Frau Dr. Knauber-Daubenbüchel aus dem Kuratorium der Bonner Münster-Stiftung kannte, habe ich einen Anruf bei ihr gewagt und mich sehr gefreut, dass sie nicht nur spontan bereit war, uns zu helfen, sondern das Projekt auch zum Anliegen des Hauses machte. So sind wir reich beschenkt worden. Es gab nicht nur die technische Unterstützung durch Maschinen, sondern erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses haben uns ihr Know-how zur Verfügung gestellt und somit zum Erfolg des Projektes beigetragen.“