Vogelperspektive auf einen Wald im Nebel mit Bäumen.

Die Rolle von Klimaschutzprojekten in unserem Energie-Portfolio

Wie wir die Treibhausgasreduktion an anderer Stelle unterstützen, um nicht vermeidbaren CO₂-Emissionen entgegenzuwirken.

Bild2 von ECOENER zu Solar-Klimaschutzprojekt Dominikanische Republik.

Unser Beitrag zu Klimaschutzprojekten

Grundsätzlich haben Vermeidung und Verringerung von Emissionen Priorität. Im Fall der Nutzung fossiler Energieträger wie Erdgas, Heizöl, Flüssiggas oder Kraftstoffen entstehen Treibhausgasemissionen, die nicht vermeidbar sind. Und nun? 

Das Positive ist: Die verursachten Emissionen bei Verbrennung oder auch Anlieferung von Produkten können mithilfe anerkannter Methoden transparent berechnet werden. An diesen berechneten Emissionen orientiert sich die finanzielle Unterstützung zertifizierter Klimaschutzprojekte. Konkret werden durch den freiwilligen Erwerb von sogenannten CO₂-Zertifikaten Klimaschutzprojekte mitfinanziert, deren Maßnahmen zur Verbesserung der globalen Treibhausgasbilanz beitragen.

Das bedeutet: Die entstandenen Emissionen werden durch die Projektförderung nicht aufgehoben oder rückgängig gemacht. Sie ist vielmehr ein ergänzender Beitrag zu den Anstrengungen für mehr Klimaschutz.

 

Bei unseren Projekten, die wir im Rahmen einiger unserer Energie-Tarife gemeinsam mit euch unterstützen, setzen wir bewusst auf den Gold Standard als Qualitätsmerkmal.

Bildquelle: Klimaschutzprojekt Dominikanische Republik von ECOENER

Zu den Projektdetails

Zertifizierung

GS Gold Standard Logo in schwarzer Schrift.
Unser Standard: Gold Standard

Wir haben uns bewusst dazu entschieden, bei Investitionen in Klimaschutzzertifikate ausschließlich auf Gold Standard-zertifizierte Projekte zu setzen.

Warum? Der Gold Standard ist der qualitativ höchste Projektstandard und wurde vom WWF mitentwickelt. Aufgebaut ist er maßgeblich auf den Regeln des Kyoto-Protokolls zur Berechnung von CO₂-Einsparungen. Darüber hinaus werden aber viele weitere Aspekte berücksichtigt: ökologische, soziale und ökonomische Mehrwerte eines Projektes sind zentraler Bestandteil der Projektbewertung. Gold Standard-zertifizierte Projekte sind deshalb häufig in Entwicklungs- und Schwellenländern zu finden, weil hier viele zusätzliche Mehrwerte generiert werden können.

Anforderungen für Gold Standard zertifizierte Projekte

Projektkategorie

Das Projekt muss in eine von Gold Standard anerkannte Kategorie fallen, wie Infrastrukturaufbau von Erneuerbaren Energien, Energieeffizienz-Maßnahmen, Aufforstung/Wiederaufforstung oder Landwirtschaft.

Unabhängige Prüfung

Das Projekt, seine erzielte Emissionsminderung sowie seine Auswirkungen werden durch zertifizierte Projektgutachter periodisch überprüft.

Treibhausgas-reduktion

Es muss eine nachweisbare Reduktion von Treibhausgasen wie CO₂, Methan oder Distickstoffmonoxid erzielt werden.

Zusätzlichkeit

Das Projekt darf kein "Business-as-usual"-Szenario darstellen und muss damit über gesetzliche Standards hinausgehen. Es ermöglicht über die Finanzierung durch Klimaschutzzertifikate zusätzliche Maßnahmen, die ohne die Projektintervention nicht stattgefunden hätten.

Nachhaltige Entwicklung

Es muss einen positiven Beitrag zur wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Entwicklung der lokalen Gemeinschaft leisten und mindestens drei der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs = Sustainable Development Goals) unterstützen.

Stakeholder-Beteiligung

Die betroffenen Interessengruppen müssen in den Projektentwicklungsprozess einbezogen werden, um Transparenz und Akzeptanz sicherzustellen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt muss strenge Umwelt- und Sozialstandards einhalten, um negative Auswirkungen zu vermeiden und positive Effekte zu maximieren.

Aktuell unterstützte Klimaschutzprojekte

Aktuell unterstützen wir durch den Erwerb von CO₂-Zertifikaten den Aufbau eines Solarkraftwerks im indischen Karnataka und Photovoltaikanlagen in der Dominikanischen Republik. Beide Projekte bringen weitere Synergieeffekte mit sich, die mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energie verbunden sind. So arbeiten in Karnataka lokale Kräfte vor Ort und in der Provinz La Romana wird die Solarstromproduktion mit landwirtschaftlichen und tierhaltenden Aktivitäten auf derselben Fläche kombiniert. Damit wird eine langfristig wirksame Entwicklung der Regionen gefördert.

Bild von Gaurav Tiwari und Himanshu Katiyar Klimaschutzprojekt Indien.
Solarkraftwerk im indischen Karnataka

Wegen seines Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums steigt der Energieverbrauch Indiens enorm an. Diese Energie wird zum Großteil aus fossilen Brennstoffen erzeugt, was sich beim Kohlenstoffdioxidausstoß bemerkbar macht: Hier ist Indien das Land mit den dritthöchsten CO₂-Emissionen. Global kommt Indien also eine zentrale Rolle zu, wenn es um die Reduktion von CO₂-Emissionen geht. Gleichzeitig birgt das Land viel Potenzial für das Etablieren von erneuerbaren Technologien.

Wo?
In Pavagada, einer Stadt im Bundesstaat Karnataka im Südwesten Indiens. Das Solarkraftwerk wurde auf kargem, landwirtschaftlich nicht genutztem Land errichtet und beeinträchtigt weder landwirtschaftliche Tätigkeiten noch lokale Lebensgrundlagen.

Was?
Ein Greenfield-netzeingebundenes Solar-Photovoltaikkraftwerk. Die installierte Gesamtleistung beträgt 250 MW.

Welche Technologie?
Eine Anlage aus mehreren Solarblöcken mit hocheffizienten PV-Modulen. Zudem verfügt die Anlage über Wechselrichter und Netzanbindungsinfrastruktur. Die geschätzte jährliche Treibhausgasreduktion beträgt 426.731 Tonnen CO₂e.

Weitere Synergieeffekte:
Durch das Projekt wurden 122 lokale Arbeitsplätze geschaffen.  Die Mitarbeitenden erhalten Löhne, welche über den gesetzlichen Mindestanforderungen liegen. Zudem gibt es regelmäßige Schulungsprogramme, die technische Kompetenzen und Arbeitssicherheit vermitteln.

Zertifizierung:
Das Projekt ist nach dem Gold Standard zertifiziert.

Offizielles Projektregister
Bild von ECOENER aus Solar-Klimaschutzprojekt in Dominikanischer Republik.
Erneuerbare Energie in der Dominikanischen Republik

Die Dominikanische Republik befindet sich in einer Energietransformation. Strukturelle Herausforderungen wie regelmäßige Stromausfälle, hohe Netzverluste und veraltete Infrastruktur stellen Probleme dar. Auch die Abhängigkeit von Rohstoffimporten führt insbesondere in Bezug auf Preisschwankungen zu Schwierigkeiten. Die Dominikanische Republik setzt seit einigen Jahren daher zunehmend auf erneuerbare Energien, welche in dieser Region hohes Potenzial bergen.

Wo?

In der Provinz La Romana in der Dominikanischen Republik.

Was?

Zwei netzgekoppelte Photovoltaikanlagen mit einer kombinierten Kapazität von 80 MW.

Welche Technologie?

Die Anlage umfasst großflächige Solar-PV-Infrastruktur, Wechselrichter und Netzanbindungssysteme.

Geschätzte jährliche Treibhausgasreduktion: 138.385 Tonnen CO₂e

Weitere Synergieeffekte:

Das Projekt kombiniert die Solarstromproduktion mit landwirtschaftlichen und tierhaltenden Aktivitäten – und das alles auf derselben Fläche. Schafe grasen zwischen den Solarmodulen und helfen, die Vegetation zu kontrollieren, ohne dass mechanische oder chemische Eingriffe erforderlich sind. Lokale Wildtiere unterstützen natürliche Prozesse und stärken die ökologische Nachhaltigkeit.

Zertifizierung: Das Projekt ist nach dem Gold Standard zertifiziert.

Offizielles Projektregister
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Reduzieren von Verbrauch und Emissionen

Vor der Unterstützung von Klimaschutzprojekte haben wir alle eine gemeinsame Aufgabe: selbst CO₂-Emissionen reduzieren, um den Fortschritt im Klimaschutz aktiv mitzugestalten. Wir beraten gerne zu alternativen Energieformen für Wärme und Mobilität, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren.


Unsere Energiespartipps liefern praktische Beispiele, um zu Hause oder auch im Büro einfach und schnell Energie und somit auch Kosten einzusparen. Hier kann man sofort loslegen: Von technischen Tipps für energiesparendes Heizen, über die Nutzung einer Spülmaschine bis hin zu Pflanzen als Energiesparhelfer für viele Anwendungsfelder.

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Unser Expertenteam

Bei Rückfragen zu den Klimaschutzprojekten und der Methodik stehen wir gerne zur Verfügung.

Portrait der Knauber Mitarbeiterin Andrea Glausch.
Andrea Glausch
Green Business Managerin
Portrait von Knauber Mitarbeiterin Stefanie Zahel.
Stefanie Zahel
Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeit

Bildquellen
Projekt Dominikanische Republik: ECOENER
Projekt Indien: Gaurav Tiwari und Himanshu Katiyar